Täglich Montag 13-18 Uhr, Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr (Kunstgussgalerie)
Sonderausstellung "DIE SAYNER HÜTTE UND IHRE GIESSHALLE"
Chronik eines Neubeginns
„… auch ein kaltes Denkmal braucht mehr als warme Worte …
Vergessener Kristallpalast zwischen Wein und Wald“
1830 nahm die nach Plänen von Carl Ludwig Althans fertiggestellte neue Gießhalle der Sayner Hütte den Betrieb auf. Der Preußische Staat zeigte mit dem imposanten und zugleich modernen Bauwerk in seiner Rheinprovinz die herausragenden Fähigkeiten seiner technischen Beamten und Architekten.
1865 erwarb Krupp die Sayner Hütte bis sie schließlich 1926, also vor genau 100 Jahren, stillgelegt wurde. Das Areal fiel der Kommune zu. Eine lange Periode des Verfalls, des drohenden Abrisses, vorübergehender Rettungsversuche, einer grundlegenden Restaurierung durch Privathand und erneute Stilllegung folgten. Immer war es denkmalpflegerisches und bürgerschaftliches Engagement das schließlich einem Abriss entgegentrat oder eine ungeeignete Nutzung verhinderte.
Die Sonderausstellung der Stiftung Sayner Hütte in Kooperation mit dem Freundeskreis Sayner Hütte e. V. beleuchtet die Entwicklungen der letzten 100 Jahre und richtet den Fokus auf das Engagement einiger ausgewählter Akteure.
Ausstellungsdauer: bis 16.08.2026
Samstag, 29. August 2026, 17 Uhr (Krupp'sche Halle, Areal Sayner Hütte)
Eröffnung Sonderausstellung Werner Bitzigeio - Eisendrahtskulpturen
Form im Dialog mit Raum
Schirmherr: Marko Boos, Landrat Kreis Mayen-Koblenz
In einer umfassenden Retrospektive werden zentrale Werkgruppen aus mehreren Schaffensphasen des rheinland-pfälzischen Künstlers Werner Bitzigeio aus Winterspelt in der Eifel präsentiert. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Skulptur, Raum und Material, insbesondere Bitzigeios charakteristische Arbeiten aus Eisendraht, die in besonderer Weise mit dem historischen Standort der Eisenindustrie in Sayn in Dialog treten. Die Ausstellung nutzt sowohl Innenräume als auch Außenflächen der Sayner Hütte und tritt damit in einen spannungsvollen Dialog zwischen Kunst und Industriearchitektur einerseits und der Materialität von Eisendraht und Eisenguss andererseits. Dabei faszinieren gerade die großen, begehbaren Drahtskulpturen und eröffnen neue Blicke auf das Denkmalareal.
Ausstellungsdauer: 30.08.2026-01.11.2026